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Schloss Herberstein |
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Das im 13. Jahrhundert
errichtete Schloss befindet sich seit dem Jahr 1290 im Besitze der
Herbersteiner. Aus der im Laufe der Jahrhunderte entstandenen
umfangreichen Sammlung wurde 1965 ein Familienmuseum gegründet. Die Führung durch das Schloss beginnt im
baugeschichtlich jüngsten Teil des Schlosses, dem Florentinerhof aus dem
17. Jahrhundert im Renaissancestil erbaut.
Über den so genannten Mitterstock gelangt man in den Ritter- und
Sattelgang, mit einer Sammlung von Sätteln und Zaumzeug drei
Jahrhunderten sowie geschnitzten Kummeten, Wappendecken und türkischen
Kamelsätteln. Hier beginnt auch die Ahnengalerie, die im anschließenden Rittersaal mit einer Stuckdecke aus dem 17. Jahrhundert ihre Fortsetzung findet. Im baugeschichtlich ältesten Abschnitt ist das Jagdmuseum untergebracht. Nach der reich bestückten Waffen- und Rüstkammer kommt man ins «Familienmuseum». Es enthält neben Bildern, Schlossansichten, Uniformen und verschiedenen Waffenarrangements auch Erinnerungen an gefallene Mitglieder Familie Herberstein. Im weiträumigen Kasemattenflügel an der Südseite ist eine sehenswerte Porzellansammlung untergebracht, die in erster Linie ostasiatisches Porzellan aus dem 17. und 18. Jahrhundert enthält. Eine besondere Rarität sind weibliche Porzellanstatuetten aus Japan sowie Rouleauvasen mit buddhistischen Emblemen, Fischer- und Hirschjagdszenen. Aber auch Porzellan aus den Manufakturen Augarten und Meißen sind zu sehen. Seit dem Jahr 1997 wird eine Sonderausstellung zum Thema «Leben im Schloss - ein Blick durch das Schlüsselloch» gezeigt. Diese Ausstellung ermöglicht den Besuchern Einblicke in das Leben hinter den Schlossmauern. Momente des Alltagslebens und mehrere Jahrzehnte herrschaftlicher Wohnkultur werden durch die authentisch rekonstruierten Wohnräume vermittelt. Ebenfalls sehenswert sind der Tierpark und der nach einem Stich aus dem Jahr 1681 rekonstruierte historische Garten |